Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg war von der amerikanischen Besatzungsmacht zunächst jegliche Vereinstätigkeit untersagt. Erst 1952 fanden sich wieder Altmitglieder und Interessierte im traditionellen Herbergslokal Aschenbrenner zusammen, um über eine Neugründung der KSK zu beraten. Der letzte Vereinsvorsitzende Georg Kranzeder konnte dabei 20 Gleichgesinnte begrüßen. Rudolf Röhrl umriss die künftigen Vereinsaufgaben und fasste sie in 5 Punkten zusammen: Das Gedenken an die noch in Gefangenschaft befindlichen Soldaten. Die Wiederherstellung der soldatischen Ehre. Die Genehmigung zum Tragen der erworbenen Auszeichnungen. Das Abhalten einer Heimkehrerfeier. Die Errichtung einer neuen Kriegergedächtnisstätte. Ein von der Versammlung unter dem Vorsitz von Georg Kranzeder kommissarisch eingesetzter Ausschuss legte dann für den 16. November die erste Versammlung nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Wahl einer neuen Vorstandschaft fest. Dabei wurden auch Ziele und Aufgaben der KSK neu umrissen, die verabschiedet in der Generalversammlung vom 19. Juli 1953, in eine neue Satzung einflossen. Nach außen als vornehmste Aufgabe verstanden, sollte auch weiterhin beim Tod eines Kameraden die militärischen Ehren mit Musik, Fahnenbegleitung und Kranzniederlegung erwiesen werde. In der Versammlung wurde auch die Wiedergründung der "Zweier-Vereinigung" diskutiert. Doch mit dem Wiedererstehen der KSK, so die Meinung der meisten Anwesenden, sei der Traditionsverein nicht mehr zeitgemäß. Dessen letzter Vorsitzender, Georg Kranzeder, er hatte die Fahne und Standarte 1945 vor dem Zugriff der Amerikaner gerettet, nahm in bewegten Worten Abschied von "seiner Zweiervereinigung".

Erste Formen nahm auch bald der Plan zur Errichtung eines neuen Kriegerdenkmals an, das an der Freyung eine würdige Stätte finden sollte. Unter großer Beteiligung, vor allem politischer Prominenz, konnte dann das Denkmal am 4./5. Juni 1955 eingeweiht werden. Mit diesem Fest verbunden war auch die Weihe einer neuen Vereinsfahne. Als Patenverein fungierte die KSK Dingolfing.

Wie es schon in der Vergangenheit Tradition war, besuchte die Vilsbiburger KSK auch nach dem Zweiten Weltkrieg fleißig auswärtige Gründungsfeste.

Am 16. November 1977 feierte die KSK ihr 25-jähriges Jubiläum der Wiedergründung nach dem Zweiten Weltkrieg. Von gut acht Nachbarschaftlichen Beziehungen zeugt die Übernahme der Patenschaft der KSK Vilsbiburg beim Krieger- und Veteranenverein Geisenhausen, der 1973 sein 135jähriges Bestehen mit einer Fahnenweihe feierte. Auch bei dem 1981 stattgefundenen 90 jährigen Gründungsfest der KSK Seyboldsdorf, verbunden mit der Weihe einer neuen Fahne, wurde der KSK Vilsbiburg die Ehre einer Patenschaft zuteil.

Die Entwicklung des Mitgliederstandes gestaltete sich nach der Wiedergründung im Jahr 1952 äußerst positiv. So konnten 1954 403 Mitglieder und 27 Ehrenmitglieder, in Summe also 430 verzeichnet werden. Doch Abgänge z.B. durch Tod oder Wegzug, weniger durch Vereinsaustritt, ließen die Mitgliederzahlen zurückgehen. Mit dem Aufbau der Bundeswehr bahnte sich dann wieder eine günstigere Entwicklung an. So stießen ab 1969 die ersten Reservisten zur KSK. Im Jubeljahr 1985 ist deren Zahl auf 33 angestiegen, hinzukommen noch 9, nicht bei der Bundeswehr gediente Förderer.
Derzeit weist die KSK einen Stand von 134 Mitgliedern auf.

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