Die Vereinsvorsitzenden

Der Bauer Sebastian Stadlöder von Schnabing, ein Veteran aus den Kämpfen in Tirol gegen Österreich, ist als erster Vereinsvorsitzender überliefert. Ihm folgte dann 1855 der einstmals als Kürassier unter Napoleon dienende Lorenz Schrödl. Von ihm wird berichtet, dass er 1859 zwei vom italienischen Kriegsschauplatz her hier durchziehende schwerverwundete österreichische Soldaten bei sich aufgenommen hatte und ihnen Hilfe und Pflege angedeihen ließ. Ihren schweren Verletzungen dann doch erlegen, sorgte der Veteranen- und Kriegerverein für ein würdiges Begräbnis. Schrödl erhielt für seinen persönlichen Einsatz den Franz-Josefs-Orden vom österreichischen Kaiser verliehen, der an das Totenband der Vereinsfahne geheftet wurde.

Nach dessen Tod 1872 übernahm dann der Baumeister Josef Lehner für ein Jahr die Führung der Vereinsgeschäfte. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges standen weiter
Schlossermeister Jackob Deckinger (1873-1877),
Bezirkstierarzt Kaspar Wirnhier (1877-1883),
praktischer Arzt und Bezirkskrankenhausarzt Dr. Otto Nägele (1883-1891),
Rechtsanwalt Michael Seeanner (1891-1903) und Kaufmann Joseph Brandl (1903-1914) dem Verein vor.
Während der Kriegsjahre betraute man den Bader Joseph Reiter und nach dessen Tod 1915, den Schriftleiter Willibald Watzka mit der kommissarischen Vereinsleitung. 1917 übernahm dann wieder Joseph Brandl die Vereinsführung, um sie 1926 an den Goldschmied Franz Xaver Wöhrl (1926-1934) abzugeben. Ab 1934 wird dann, dem Sprachgebrauch der Zeit folgend, Georg Kranzeder als "Vereinsführer" genannt.

Nach der Wiedergründung der KSK im Jahr 1952 leitete der Postbeamte Karl Hopfensberger für ein Jahr die Geschicke des Vereins, um sie dann von 1953 bis 1959 in die Hände von Karl Stadelmann zu legen. Auf ihn folgte der Kaufmann Paul Bernard, der die Vereinsführung an den Metzgermeister Hans Hopfensberger übergab. Mit der Wahl des Monteurs Ludwig Eglseder zum 1. Vorsitzenden im Jahr 1974, fand erstmals ein Mann aus den Reihen der Bundeswehr-Reservisten das Vertrauen der Mitgliedschaft. 1983 wurde Johann-Georg Stigler wiederum ein Vertreter der jüngeren Generation gewählt. Seine Aufgabe war es, die KSK Vilsbiburg erfolgreich durch das Jubeljahr 1985 zu führen. Danach folgte dann 1989 Markus Fedlmeier als neuer Vorsitzender und bekleidete das Amt bis 1998. Seit 1998 ist nun Werner Nodes Vorstand der KSK.

zurück